E-Paper - 07. November 2018
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Bligg kommt zu den Fans

Interview: Rahel von Arx

Am 17. November spielt der Zürcher Musiker Bligg (42) in der Westhalle in Langenthal. Im Gespräch erzählt er von seiner Auszeit, seinem neuen Album und der anstehenden Tour.

Nach einer längeren Pause vom Business sind Sie zurück auf der Bühne, wozu haben Sie die Auszeit genutzt?

Nach 20 Jahren voller Outputs brauchte ich eine Pause von den öffentlichen Auftritten. Ich reiste kreuz und quer durch die Welt und konnte so neue Inspiration für meine Musik schöpfen. Mein Album heisst aus zwei Gründen «KombiNation»: Zum einen bin ich ein experimentierfreudiger Musiker, der gerne verschiedene Stilmittel kombiniert. Zum anderen glaube ich, dass Teile von ganz Europa in der Schweiz vereint sind. Das Album soll eine musikalische Momentaufnahme sein. Bei «Was s’Mami geh hätt» hört man zum Beispiel ganz klare lateinamerikanische Elemente heraus. Bei andern Songs musiziere ich mit Gästen, wie Xen, der albanische Wurzeln hat oder Marc Sway, der Brasilianer ist. Ausserdem wurde ich Vater und konnte Zeit mit meinem Sohn verbringen.

Wie ist es wieder in der Öffentlichkeit zu stehen, muss Ihr Sohn zeitlich gesehen kürzer treten?

Ich bin Musiker von Beruf und kann mich arrangieren. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass ich ihn mehr sehe als andere Väter.

Ihre Songs sind oftmals Anekdoten, die aus dem Alltag stammen könnten. Woher holen Sie Ihre Inputs?

Von überall, der Song «Stammtisch» ist beispielsweise eine fiktive Geschichte. Keine Eskalation am Stammtisch führte bislang zu einem Bürgerkrieg, aber das ist natürlich auch überspitzt dargestellt. Da ich früher auf dem Bau tätig war, sind mir Stammtischszenen sehr wohl vertraut. Ich nehme mir aber auch künstlerische Freiheiten heraus.

Sie haben viele Songs, die auf die Heimat ansprechen, was verbinden Sie damit?

Heimat ist dort, wo sich das Wifi automatisch verbindet. Nein Spass, Heimat ist die Familie und die Freundschaft. Für mich ist das ganz klar die Schweiz, ich bin hier geboren und aufgewachsen. Es ist ein Land mit vielen Qualitäten. Man vergisst die Privilegien und nörgelt, darauf spiele ich zum Beispiel bei «Ja, aber...» an.

Auf der aktuellen Tour gibt es einen Stammtisch während dem Konzert und eine Afterparty, feiern Sie selbst mit?

Nach meiner Show gibt es eine grosse Autogrammstunde, als Dankeschön an die Besucher. Die Aftershowparty ist zeitgleich, danach mischten wir uns bislang oft noch unters Partyvolk. Der Stammtisch wird zudem physisch vorhanden sein. Es gibt ihn, seit wir das Album im April veröffentlicht haben. Während dem Konzert steht er erhöht im Publikum und dient als VIP Lounge. Am Ende der Tour wird er schliesslich für einen guten Zweck versteigert.

In Langenthal ist das zweite Konzert der Tour, waren Sie privat schon einmal in der Stadt?

Ein wenig kenne ich den Ort, Testfragen könnte ich allerdings keine beantworten. Auf der Tour haben wir meistens noch Zeit, um in der Ortschaft Essen zu gehen und die Region ein wenig auszukundschaften. Es ist Wunderschön hier. Ich liebe die Flora und Fauna sowie den ländlichen Charme. Das Konzept der Tour ist zu den Leuten, also aufs Land zu gehen. Ausserhalb gibt es viele Mehrzweckhallen, die sich perfekt für Konzerte eignen. Wir spielen hier nicht nur eine Show, es gibt ebenfalls eine Stammbeiz und Foodstände, das Programm soll abendfüllend sein.

Haben Sie Zukunftspläne?

Ich will eine wirklich geile Tour absolvieren.

Neue Oberaargauer Zeitung vom Mittwoch, 7. November 2018, Seite 1 (11 Views)

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