E-Paper - 17. Oktober 2018
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Ein Kino verzaubert Kinder

Von Rahel von Arx

Am Samstag, 20. Oktober ist es soweit: die Zauberlaterne startet mit dem Filmklassiker «Michel in der Suppenschüssel» in die neue Saison. Das Programm startet um 10.30 Uhr im Kino Scala.

Langenthal Auf den Verein Zauberlaterne kommt eine ganz besondere Saison zu: den Dachverband gibt es nun schon seit 25 Jahren. Der Verband Zauberlaterne hat seinen Ursprung in der französischsprachigen Schweiz. Über 100 Vereine vermitteln schweizweit Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren die Film- und Kinokultur. Ein pädagogisch aufgebauter Ablauf führt die Kinder durch die Kinogeschichte. Relevante Werke werden thematisiert und kindgerecht aufbereitet. Um das Verständnis aufzubauen, wird der Film schon im Vorfeld über eine Clubzeitschrift thematisiert. Der Inhalt wird ebenfalls in einem kurzen Sketch vor der Vorführung dargestellt. Unter den Filmen sind Klassiker und Raritäten, die allesamt eine pädagogische Botschaft überbringen.

Verzaubert in Langenthal

In Langenthal startet die Saison am Samstag, 20. Oktober im frisch renovierten und umgebauten Kino Scala. Zudem wird es in diesem Jahr das erste Mal auch für die Eltern der rund 50 Kinder im Verein ein Programm geben. Verschiedene Geschäfte offerieren während der Vorstellung dazu spezielle Angebote. Währenddessen geniessen die Kinder den pausenlosen Film. Sie sollen lernen, dass der Film alleine genügt und sie nicht noch Popcorn oder ähnliches konsumieren müssen.

«Für die Kinobesucher ist das Theater vor dem Film ein Highlight», berichtet Vereinspräsidentin, Birgit Schneeberger. Gemeinsam mit Ruth Hofer und Sinthujah Thevathas organisiert sie die Vorstellungen in Langenthal. Die zweifache Mutter Sinthujah Thevathas ist nun die zweite Saison dabei und begeistert vom Konzept. Auch Ruth Hofer, die sich «Maman Mouchoir» (deutsch: die Taschentuch-Mutter) nennt, ist mit ganzem Herzen dabei. Sie betreut die Kinder während der Vorstellung und ist zur Stelle, falls sich eines fürchtet, woher auch ihr Übername kommt. Für die drei Organisatorinnen ist es ein ganz besonderer Moment, wenn sich der Kinosaal füllt. Sie geniessen die Zeit mit den Kindern. «Vor Jahren, hatten wir bei einer Vorstellung um die 250 Kinder im Saal, diese alle lachen zu sehen, war ein Erlebnis», erzählt Schneeberger. «Ich hoffe, es gibt die Zauberlaterne noch lange genug, so dass meine Grosskinder sie auch noch erleben dürfen», ergänzt Hofer. Aus diesem Grund suchen die drei Organisatorinnen Unterstützung im Vorstand. Es sei schlicht und einfach zu viel Arbeit für drei Personen.

Auch Kinder, die gerne an einer Vorstellung teilnehmen möchten, sind jederzeit herzlich willkommen. Es gibt zudem die Möglichkeit, bei einem gratis Schnupper-Besuch einen Einblick zu bekommen.

Neue Oberaargauer Zeitung vom Mittwoch, 17. Oktober 2018, Seite 1 (12 Views)

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